Lask und die SV Ried sind in der Farbe vereint, aber in der Sache getrennt. Der Weltkonzern BWT ist seit 2019 Sponsor des Lask und hat jetzt auch den Doppelpass mit dem Konkurrenten Ried gespielt. Die Farbe ist das Rosa des Wasseraufbereiters BWT, die Klubs sind die Fußball-Bundesligisten Lask und SV Oberbank Ried. Der Lask versuchte viel, um Rosa zur Modefarbe zu machen und BWT eine Werbefläche zu bieten. Zwischenzeitlich trat der Wasseraufbereiter sogar als Ausrüster auf, weil im Europacup auf dem Trikot nur ein großer Sponsor vertreten sein darf – und das Logo des Ausrüsters. Die organisierte Lask-Fanszene konnte wenig mit Rosa anfangen, obwohl unter anderem der Einstieg des Weltkonzerns beim Linzer Bundesligisten vieles erst ermöglicht hatte. 2013 spielte der Klub noch in der Regionalliga und war ohne Heimstätte, am Freitag vor einer Woche stieg in der Raiffeisen-Arena das Eröffnungsspiel der Bundesliga, in der sich die Athletiker als Spitzenverein etabliert haben. Der Klub hat den einst aus Geldnot verkauften Lask-Platz wieder erworben, entwickelt Talente in der eigenen Akademie und hat aus der zwischenzeitlichen Ausweich-Heimat in Pasching ein Trainingszentrum gemacht. BWT-Geschäftsführer Andreas Weißenbacher sagte bei der Präsentation in Ried, dass die Zusammenarbeit mit dem Lask gut verlaufe. Allerdings gab es auch Proteste des harten Fan-Kerns gegen die rosafarbenen Dressen, in denen der Lask in wenigen Partien pro Saison spielte – und gegen alles, was sonst rosa daherkam. Der Grund: Ein überbordender Einfluss eines Sponsors auf den Verein wurde vermutet – und eine ständig fortschreitende Einfärbung. Lask-Geschäftsführer Siegmund Gruber betonte, dass die Sponsoren den Klub nicht beeinflussen würden. Die Zukunft der Zusammenarbeit zwischen Lask und BWT bleibt abzuwarten. Der Lask will weiterhin mit BWT zusammenarbeiten, um den Klub zu stärken. Die Fans jedoch bleiben skeptisch.